Neurinome sind gutartige Tumore, die am häufigsten in der hinteren Schädelgrube des Kopfes vorkommen. Sie stammen von den Zellen der so genannten Schwann-Scheiden ab. Diese Scheiden umhüllen Nervenfasern. Neurinome bezeichnet man deshalb auch als Schwannome.
akustikusneurinomDie Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz (circa 70 Prozent). Unter Demenz versteht man einen Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit in verschiedenen Bereichen wie Gedächtnis, Denkvermögen, Orientierung und praktischem Geschick bei erhaltenem Bewusstsein. Der Gedächtnisverlust steht dabei im Vordergrund. Aus der Demenz resultiert eine mehr oder weniger starke Beeinträchtigung des täglichen Lebens.
alzheimer-krankheitEpilepsie (griechisch: Fallsucht) gehört zu den Anfallsleiden. Es handelt sich um eine anfallsartige Störung der Gehirnfunktion mit typischen Veränderungen der Hirnströme durch eine gleichzeitige exzessive Entladung von Nervenzellen.
epilepsieEin epileptischer Anfall ist die Folge einer Funktionsstörung des Gehirns, bei der es zu zeitgleichen elektrischen Entladungen der Nervenzellen kommt. Als Folge treten unkontrollierte Nerven- und Muskelerregungen mit Verkrampfungen oder rhythmischen Zuckungen auf.
epileptischer-anfallEine Fazialisparese ist eine Lähmung des Fazialisnerven (Nervus facialis). Dieser Nerv entspringt im Gehirn und wird deshalb auch als Hirnnerv (VII. Hirnnerv) bezeichnet. Er versorgt große Bereiche der mimischen Gesichtsmuskulatur, die Ohrspeicheldrüsen, die Tränendrüsen und die Zunge mit Nervenästen.
fazialispareseFSME ist die Abkürzung für Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis, einer entzündlichen Erkrankung des Gehirns beziehungsweise der Hirnhäute, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird. Das FSME-Virus gehört zu den so genannten Flaviviren und wird durch Zecken übertragen. Beim Biss der Zecke kann das Virus in den menschlichen Blutkreislauf gelangen und eine Infektion auslösen.
fsmeAls Enzephalitis bezeichnet man eine Entzündung des Hirngewebes. Sie tritt meist zusammen mit einer Meningitis, einer Entzündung der Hirnhäute, auf. Man spricht dann von einer Meningo-Enzephalitis. Verschiedene Ursachen können für eine Entzündung des Gehirns verantwortlich sein:
gehirnentzuendungBei einer Gehirnerschütterung kommt es durch eine äußere Gewalteinwirkung auf den Kopf, zum Beispiel einen Sturz, Schlag oder Anprall, zu einem kurzfristigen Ausfall von Gehirnfunktionen. Um das Gehirn vor Schaden zu bewahren, ist es im Inneren des Schädels in einer Flüssigkeit (dem Nervenwasser oder Liquor) gelagert, die als Puffer dient. Bei Unfällen, die mit einer starken Beschleunigung oder einem Aufprall einhergehen, können trotzdem starke Kräfte auf das Gehirn einwirken. Es kann dann auch zum Anprall des Gehirns an den Schädelknochen kommen.
gehirnerschuetterungHerpes bedeutet wörtlich übersetzt "kribbeln", "kriechen" oder "schleichen". Der griechische Arzt Hippokrates verwendete das Wort in der Antike zur Beschreibung bestimmter Bläschen bildender Hautkrankheiten.
herpesHerpes zoster ist die so genannte Gürtelrose. Es handelt sich dabei um die erneute Erscheinung einer früher durchgemachten Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus, dem Erreger der Windpocken.
herpes-zosterNeubildungen des Gehirns und der umgebenden Hirnhäute (Meningen) bezeichnet man als Hirntumoren. Diese können sowohl gutartig (benigne) als auch bösartig (maligne) sein.
hirntumorenDie aus dem amerikanischen Sprachraum übernommene Diagnose "ADHS" bezeichnet eine Aufmerksamkeits-Störung mit Hyperaktivität, die sich durch ausgeprägte Bewegungsunruhe mit starkem Bewegungsdrang, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie impulsives und unüberlegtes Verhalten äußert. Seltener kann das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom auch ohne Hyperaktivität (ADS) auftreten.
hyperaktivitaet-kindesalterDie Hypophyse ist eine kirschgroße Drüse im Gehirn, die auch als Hirnanhangsdrüse bezeichnet wird. Sie liegt in der knöchernen Schädelbasis im so genannten Türkensattel in enger Nachbarschaft zu anderen Hirnstrukturen wie der Sehbahn. Die Hirnanhangsdrüse besteht aus einem Hypophysen-Vorderlappen, einem Zwischenlappen und einem Hinterlappen.
hypophysentumorenDer Karpaltunnel wird durch die Handwurzelknochen und ein straffes Bindegewebsband gebildet. In ihm verlaufen ein Teil der Sehnen der Finger und ein Nerv, der Nervus medianus. Dieser Nerv versorgt einen Teil der Handmuskulatur und ist verantwortlich für die Empfindung der Handfläche und der ersten drei Finger.
karpaltunnelsyndromDie Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz: Polio) ist eine hochansteckende fieberhafte Virusinfektion, die zu bleibenden Lähmungen oder im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Sie wird durch das zur Gruppe der Enteroviren gehörende Poliomyelitis-Virus, von dem es drei verschiedene Untertypen gibt, ausgelöst. Betroffen sind in erster Linie Kinder, was aber keineswegs heißt, dass nicht auch Erwachsene eine Polio bekommen können.
kinderlaehmungDas Gehirn wird in drei funktionell bedeutsame Bereiche eingeteilt: das Großhirn, das Kleinhirn und den Hirnstamm. Das Zusammenspiel der verschiedenen Zentren ermöglicht und sämtliche kognitiven Fähigkeiten wie Gedächtnis und Lernvermögen, steuert Sinneswahrnehmungen wie Sehen, Riechen, Hören, Schmecken, Fühlen und auch die Motorik.
alkoholbedingter-kleinhirnschwundAn den Extremitäten des Menschen sind mehrere Muskeln je nach ihrer Aufgabe - also beispielsweise diejenigen, die den Fuß anheben - zu Muskelgruppen zusammengefasst. Diese funktionellen Einheiten bezeichnet man als Kompartments. Ähnlich wie die Pelle den Inhalt der Wurst umgibt, ist jedes einzelne Kompartment von einer membranartigen Hülle aus festem Bindegewebe, der Muskelfaszie oder kurz Faszie, umschlossen.
kompartmentsyndromKopfverletzungen können sowohl den Schädelknochen (Schädelbruch) als auch das Gehirn betreffen (Gehirnerschütterung, Hirnverletzung). Verletzungen dieser beiden Strukturen sind unter dem Begriff Schädel-Hirn-Trauma (SHT) zusammengefasst. Sie entstehen durch äußere Gewalteinwirkung auf Schädel und/oder Gehirn. Daneben können je nach Unfallhergang auch andere Organe wie Auge, Nase, Mund und Kiefer verletzt sein.
kopfverletzungenBei der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) handelt es sich um einen fortschreitenden Muskelschwund, der durch den Ausfall muskelversorgender Nervenzellen verursacht wird. Die Diagnose einer ALS wird in der Regel erst nach einer Reihe ausführlicher Untersuchungen in einer neurologischen Klinik gestellt.
amyotrophe-lateralskleroseLepra ist eine der ältesten Infektionskrankheiten, die durch das Mycobacterium leprae verursacht wird. Lepra kommt weltweit, vor allem aber in tropischen und subtropischen Ländern vor. Man schätzt, dass heutzutage über zwei Millionen Menschen an Lepra leiden, die meisten davon in Asien. In Deutschland ist die Erkrankung weitgehend ausgerottet, es treten aber immer wieder "eingeschleppte" Fälle auf.
lepraVon den Häuten (Meningen) des Gehirns oder des Rückenmarks ausgehende Tumore bezeichnet man als Meningeome (Hirnhauttumoren).
meningeomAls Meningitis bezeichnet man die Entzündung der Hirnhäute (Meningen). Gehirn und Rückenmark werden durch die knöcherne Hülle des Schädels und der Wirbelsäule mechanisch geschützt. Diese knöcherne Hülle ist mit der Hirnhaut ausgekleidet. Innerhalb des von den Hirnhäuten umgebenen Raumes befindet sich eine Flüssigkeit, der so genannte Liquor, durch den Gehirn und Rückenmark gegen Stöße gesichert werden. Es handelt sich um eine schwere Erkrankung, die zu bleibenden Schäden des Nervensystems, aber auch zum Tod führen kann.
meningitisNicht bei jedem starken Kopfschmerz handelt es sich um eine Migräne. Es sind mehr als 165 unterschiedliche Kopfschmerzformen bekannt, die sich im klinischen Erscheinungsbild und der Therapie unterscheiden. Unter Migräne wird eine besondere Form von Kopfschmerzen verstanden, die anfallsartig immer wieder auftreten und mit typischen Begleiterscheinungen einhergeht.
migraeneEine Multiple Sklerose (Encephalomyelitis disseminata oder kurz: MS) ist eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark). Obwohl die Ursache einer Multiplen Sklerose bis heute nicht eindeutig geklärt ist, kann man die Veränderungen im Gehirn und Rückenmark relativ genau beschreiben.
multiple-skleroseDer Pathologe Friedrich von Recklinghausen beschrieb im Jahr 1882 "bindegewebige Knoten" (Fibrome) in der Haut, die in Verbindung mit zahlreichen Neubildungen des Nervensystems auftraten.
neurofibromatoseDie Parkinson-Erkrankung (Morbus Parkinson) ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, sie wird auch als Schüttelähmung bezeichnet. Etwa ein bis eineinhalb Prozent der über 60-Jährigen sind betroffen. Die Parkinson-Erkrankung ist durch drei charakteristische Symptome gekennzeichnet, die unterschiedlich stark ausgeprägt und von einer Reihe weiterer Beschwerden begleitet sein können.
parkinson-krankheitPolyneuropathien sind Erkrankungen der peripheren Nerven, also jener Teile des Nervensystems, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark (dem zentralen Nervensystem) liegen. Nach der Definition müssen bei einer Polyneuropathie immer mehrere Nerven gleichzeitig betroffen sein.
polyneuropathienUnter einer Querschnittslähmung versteht man die Folgen einer kompletten Durchtrennung oder einer inkompletten Schädigung des Rückenmarksquerschnitts, also ein Lähmungsbild mit Ausfall motorischer, sensibler und vegetativer Körperfunktionen unterhalb der Schädigung. Das zum Zentralen Nervensystem gehörende Rückenmark ist sozusagen die "Verlängerung" des Gehirns. Es beginnt per Definition knapp oberhalb des ersten Halswirbels und endet über dem zweiten Lendenwirbel.
querschnittslaehmungDie Sarkoidose (Morbus Boeck) ist eine Systemerkrankung, bei der es zur Bildung von mikroskopisch kleinen Knötchen (Granulomen) kommt. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Beschwerden, befallen sind aber immer die Lymphknoten. In über 90 Prozent der Fälle manifestiert sich die Erkrankung an der Lunge. Aber auch andere Organe wie Leber, Milz, Herz, Nieren, Haut, Augen oder Nervensystem können betroffen sein.
sarkoidoseDer Begriff "schizophren" wird umgangssprachlich häufig für ein Verhalten gebraucht, das in unserer Gesellschaft negativ auffällt, für die Mitmenschen nicht erklärbar ist und gegensätzliche, unvereinbare Aspekte enthält.
schizophrenieUnter dem Begriff Schlaganfall (Apoplex) versteht man eine plötzliche Schädigung des Gehirns in einem umschriebenen Bereich. Diese Schädigung kann entweder durch die Unterbrechung der Gehirndurchblutung oder durch eine Blutung im Gehirn entstehen. In beiden Fällen kommt es zu einem Untergang von Hirngewebe. Durch eine Schwellung in der Umgebung des betroffenen Hirnbezirks kann sich das Krankheitsbild ausweiten. Im Extremfall kann eine Hirnschwellung zum Tod des Patienten führen.
schlaganfallUnter "Impotenz" wird die Unfähigkeit zur Fortpflanzung (Impotentia generandi) verstanden, im weiteren Sinne auch das Unvermögen, den Beischlaf (befriedigend) auszuüben (Impotentia coeundi).
sexualstoerungen-mannEin Sonnenstich ist eine Reizung der Hirnhäute, die durch lang andauernde und intensive Sonneneinstrahlung auf den ungeschützten Kopf und Nacken entsteht. Die im Kopf angestaute Hitze reizt die Hirnhäute, die sich infolgedessen entzünden können.
sonnenstichWörtlich übersetzt bedeutet der aus dem Lateinischen stammende Begriff Spina bifida "gespaltenes Rückgrat". Umgangssprachlich wird die Erkrankung auch als "offener Rücken" bezeichnet. Es handelt sich um eine angeborene Fehlbildung der Wirbelsäule und des Rückenmarks, die unterschiedlich schwer ausgeprägt sein kann. Der Defekt entsteht in Folge einer Entwicklungsstörung im Mutterleib. Rückenmark und Wirbelsäule entwickeln sich im ersten Abschnitt der Schwangerschaft, der Embryonalphase aus einer gemeinsamen Vorläuferstruktur, dem so genannten Neuralrohr.
spina-bifidaEine Synkope ist ein kurzzeitiger Bewusstseinsverlust. Sie ist die Folge einer Minderdurchblutung des Gehirns und kann verschiedene Ursachen haben.
synkopeTetanus (Wundstarrkrampf) wird durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst. Dieses Bakterium ist auf der ganzen Welt verbreitet und kommt überall in Erde und Staub vor. Besonders angereichert ist der Erreger in Pferdemist. Das Bakterium bildet so genannte Sporen, die sehr widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse sind und im Erdreich jahrelang überleben können.
tetanusTollwut, auch Rabies oder Lyssa genannt, ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit.
tollwutDer Trigeminusnerv ist der fünfte Hirnnerv, also einer der Nerven, die im Bereich des Gehirns ihren Ursprung haben. Er tritt an der Unterseite des Schädels, der Schädelbasis, jeweils an der rechten und an der linken Seite aus dem Schädel aus. Mit seinen drei Ästen, die zur Stirn, zum Oberkiefer und zum Unterkiefer ziehen, ist er hauptsächlich für die Gefühlsempfindungen im Bereich des Gesichts jeweils einer Gesichtshälfte verantwortlich.
trigeminusneuralgieNoch einmal kontrollieren, ob der Wecker gestellt ist, noch einmal nachschauen, ob der Schlüssel in der Tasche ist oder ob der Herd abgestellt wurde - diese Verhaltensweisen kennt jeder, und sie sind in der Regel nicht krankhaft. Erst wenn solche und ähnliche Handlungen so oft ausgeführt werden müssen, dass der gesamte Lebensalltag beeinträchtigt wird, spricht man von einer Zwangsstörung.
zwangsstoerungen